Folgenschwerer LKW-Unfall auf der A 99

Ein Gliederzug, dessen Anhänger schräg auf der Autobahn kippte. Ein Pkw an der Mittelleitplanke, in dem eine schwer verletzte Frau eingeschlossen war und zwei Autofahrer, die leicht verletzt aussteigen konnten.

Das war das Szenario, das Ottobrunns Kommandant Eduard Klas und die First Responder vorfanden, nachdem sie sich durch den dichten Stau hinter der Unfallstelle gekämpft hatten. Erst als sie Löschfahrzeuge, der Wechsellader mit dem AB Rüst zusammen mit dem Rettungsdienst anrückten, bildeten die Autofahrer die vorgeschriebene Rettungsgasse.

Die Maßnahmen konzentrierten sich auf die rettungsdienstliche Versorgung der Beifaherin 03und ihre Rettung aus dem Pkw. Dazu wurde das Dach abschnitten, um sie schonend aus dem Fahrzeug zu heben. Die 2015 angeschafften hydraulischen Rettungsgeräte mit Akku haben sich hierbei bestens bewährt, weil sie sehr flexibel unter engsten Platzverhältnissen ohne störende Hydraulikschläuche einsetzen ließen. Die Mehrkosten für diese Gerätetechnik hatte damals der Feuerwehrverein übernommen. Dank dafür an die Förderbeiträge und Spenden.

Unterstützung kam von den First Respondern der Hohenbrunner Feuerwehr. Sie näherten sich der Einsatzstelle über Feldwege und stiegen dann die Böschung herunter. Diese Anforderung sprach der Ottobrunner Kommandant aus, als er im Rückstau durch die fehlende Rettungsgasse nur sehr langsam voran kam.

Nachdem der Rettungshubschrauber mit der verletzten Frau wieder gestartet war, räumte die Feuerwehr die Standspur von Erde, Trümmern und der beschädigten Leitplanke. So konnte der Verkehr langsam an der Unfallstelle vorbeigeleitet werden.

Die Feuerwehr Brunntal sperrte die Autobahnauffahrt Ottobrunn und leitete den vom Autobahnkreuz Süd kommenden Verkehr ab bis die Autobahnmeisterei diese Arbeit übernahm. Die mit 43 Einsatzkräften ausgerückte Ottobrunner Feuerwehr übergab dann die Unfallstelle an Polizei und Autobahnmeisterei. Diese sicherten die Bergungsarbeiten des Gliederzuges durch einen Kran ab.

Zum Einsatz ein weiterer Bericht im Münchner Merkur.