Wind facht Waldbrand bei der Gudrunsiedlung an

Etwa 2,5 Hektar Wald standen hinter dem IKEA und der Metro am Nachmittag des 13. April 2017 auf Brunnthaler Gemeindegebiet in Flammen. Mehrere Feuerwehren waren erforderlich, um ein Feuer in einem dichten Fichtenbestand mit zum Teil 10 Meter hohen Bäumen in Griff zu bekommen.

Die Feuerwehren Brunnthal, Hofolding, Ottobrunn, Hohenbrunn, Unterhaching und Taufkirchen rückten aus. Von der Berufsfeuerwehr München kamen ein TLF 24/50 und von der Werkfeuerwehr IABG Ottobrunn ein TLF 16/24 zur Unterstützung. Obwohl werktags nachmittags fuhr die Ottobrunner Feuerwehr mit 42 Einsatzkräften, allen Löschfahrzeugen und den beiden Wechseladerfahrzeugen zum Einsatz. Einer hatte den AB Wasser 10.000 Liter und der andere den AB Schlauch dabei.

„Beim Eintreffen an der Einsatzstelle war diese in Rauch gehüllt,“ berichtete Ottobrunns Kommandant Eduard Klas über die ersten Minuten. „Plötzlich war ein lautes Brausen zu hören und Flammen schlugen an den höheren Bäumen am Straßenrand empor. Das Feuer drohte die Straße zu überspringen“. Nachdem sich die Einsatzkräfte, die soeben dabei waren, die ersten Schlauchleitungen in das Waldgebiet zu verlegen, schnell zurückgezogen hatten, schickte Klas das TLF 24/50 bei langsamer Fahrt die Straße entlang. Mit Wasser aus dem Frontwerfer schlug dieses die Flammenfront zurück. Mit den Wasserwerfern der beiden TLF 24/50 Ottobrunn und BF München sowie des TLF 16/24 der WF IABG wurde diese Brandstelle bekämpft und die Ausbreitung über die Straße erfolgreich verhindert.

Zentrales Wasserreservoir, von dem aus das Ottobrunner LF 20 die Brandbekämpfung aufnahm, war der Abrollbehälter Wasser. Alleine die FF Ottobrunn setzte 10 C-Rohre ein und verlegte etwa 700 Meter Schläuche. Die Einsatzkräfte alle Wehren beteiligten sich in enger Zusammenarbeit mit C-Rohren und Feuerpatschen an der Brandbekämpfung, während ihre Löschfahrzeuge und Wechsellader im Pendelverkehr Wasser von Hydranten am Rand der Gudrunssiedlung zur Brandstelle fuhren. Die transportierte Wassermenge wird auf etwa 150.000 Liter geschätzt.

Mit Abschluss der Löscharbeiten war die Arbeit noch lange nicht beendet. Die Schläuche mussten zusammengerollt und abtransportiert werden. In den Gerätehäusern galt es, die Fahrzeuge sofort mit sauberen und trockenen Schläuchen zu bestücken. Die Einsatzbereitschaft muss unverzüglich wieder hergestellt werden. Daher gab es für die Ottobrunner Einsatzkräfte zum Abschluss der Arbeiten um 19.00 Uhr noch eine Pizza als Abendbrot. Die Kameraden der Schlauchwerkstatt werden den Feiertag Karfreitag nun noch mit dem Waschen der verdreckten Schläuche verbringen.

Link zum Bericht im Münchner Merkur mit vielen Fotos:

https://www.merkur.de/lokales/muenchen-lk/brunnthal-ort377264/waldbrand-bei-brunnthal-nahe-ikea-feuerwehr-im-einsatz-8139148.html

Die Flammen schlagen am Rand der Brunnthaler Gudrunsiedlung im Fichtenwald hoch.
Von der FF Brunnthal haben wir 2 Fotos erhalten, die die dramatischen Minuten zeigen, als das Feuer drohte, die Straße zu überspringen. Foto FF Brunnthal
Mit dem Frontwerfer des TLF 24/50 und dem Schnellangriff des LF 20 konnte das Feuer erfolgreich zurückgedrängt werden. Foto FF Brunnthal
Der Abrollbehälter Wasser war das Wasserreservoir für das LF 20, von dem aus die Ottobrunner Feuerwehr 10 C einsetzte.
Aus dem brennenden, letztjährigen trockenen Gras schlugen die Flammen in die Bäume hoch und setzten diese in Brand.
Der dichte Jungwald erschwerte die Löscharbeiten. Über 700 Meter Schlauchleitung verlegte die Ottobrunner Feuerwehr.