1. Rückmeldung aus Mandlieu

Die Ottobrunner Hilfe ist mehr als Willkommen. Man pumpt Tiefgaragen ab, in denen noch Personen vermisst werden.

Telefonat mit Kommandant Eduard Klas um 6.45 Uhr

Abfahrt war um 13.25 Uhr – Eintreffen um 2.00 Uhr vor Ort

Dort wurde man händeringend erwartet. Diese Ausstattung wie wir haben sie nicht. Ihre Löschfahrzeuge sind mehr auf Waldbrand ausgelegt, ohne Beleuchtungsmaterial und nur mit einer kleinen Turbinentauchpumpe.

Die Ottobrunner wurden in eine Wohnanlage gelotst. Dort gibt es mehrere Tiefgaragen, die randvoll mit Wasser gefüllt sind. Es werden noch Personen vermisst, von denen man befürchtet, dass sie versucht haben, ihre Pkw gegen die einströmenden Wassermassen in Sicherheit zu bringen. Dieses war laut Medienberichten bei den bisher 7 Toten in Mandlieu meistens die Ursache gewesen.

Die Ottobrunner haben beide Tragkraftspritzen sowie die Schmutzwasserpumpe im Einsatz. Sie leuchten mit dem Generatoranhänger und seinem großen Lichtmast die Einsatzstelle großflächig aus.

Die französischen Kameraden sind völlig erschöpft. Sie haben dramatische Rettungen hinter sich, konnte Menschen noch lebend aus überfluteten Tiefgaragen herausholen und mussten mehrfach Personen aus in Wassermassen eingeschlossenen und teils versunkenen Pkw befreien.

Bislang haben die Ottobrunner noch nicht geschlafen. In Kürze soll in 2 Schichten gefrühstückt und geschlafen werden.

Zweimal haben französische Fernsehsender bereits die Arbeit der Ottobrunner gefilmt und ein Fotograf einer französischen Feuerwehrfachzeitung war auch schon da.

Erste Fotos von der Einsatzstelle, gesandt zwischen 3 und 4 Uhr heute Nacht:

Die Einsatzstelle wird ausgeleuchtet. Alles ist mit Schlamm überzogen.
Die Einsatzstelle wird ausgeleuchtet. Alles ist mit Schlamm überzogen.
Tragkraftspritze und Schmutzwasserpumpe arbeiten in einer Tiefgaragenzufahrt.
Tragkraftspritze und Schmutzwasserpumpe arbeiten in einer Tiefgaragenzufahrt.