Zu Gast bei der Preisverleihung

14 Einsatzkräfte und Bürgermeister Thomas Loderer reisten am 22.01.2016 nach Ulm zum Gala-Event der Verleihung des Conrad-Dietrich-Magirus-Preises.

„Ich liebe Euch Feuerwehrler“ rief Antonio Benedetti, der ehemalige Geschäftsführer von Magirus und Initiator des Preises, den rund 700 Gästen im Ulmer Congress Centrum zu. Ebenso lobte Hartmut Ziebs, der neu gewählte Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, das Engagement der Mitglieder der Feuerwehren. Zum vierten Mal kürte man das „Feuerwehrteam des Jahres“ in drei Kategorien. Als einer von zehn Bewerbern um den nationalen Titel waren die Ottobrunner nach Ulm gefahren.

Bevor das Ergebnis bekannt gegeben wurde, stand eine informative Werksführung auf dem Programm. Nach einem Blick auf die Historie des Unternehmens ging es in die große Produktionshalle. Wo früher IVECO Stralis-Sattelzugmaschinen von den Bändern liefen, werden heute auf vier Fertigungsstraßen Feuerwehrfahrzeuge gebaut. Auf besonderes Interesse bei den Ottobrunnern stieß der Rundgang durch die Drehleiterfertigung.

Der Rundgang für die Feuerwehren aus Obertshausen und Ottobrunn startete mit einer Würdigung der Pioniertaten von C.D. Magirus zur Entwicklung von Feuerlöschgeräten und Leitern.
Der Rundgang für die Feuerwehren aus Obertshausen und Ottobrunn startete mit einer Würdigung der Pioniertaten von C.D. Magirus zur Entwicklung von Feuerlöschgeräten und Leitern.
Der Innenausbau der Gerätekoffer findet am Ende der Fertigungsstraßen statt.
Der Innenausbau der Gerätekoffer findet am Ende der Fertigungsstraßen statt.
Die Ottobrunner werfen einen Blick auf die Drehleiterfertigung.
Die Ottobrunner werfen einen Blick auf die Drehleiterfertigung.

Die große Vielfalt der Feuerwehren aus Deutschland und anderen Ländern spiegelte sich abends an Schnitt und Farbe der Uniformen bei der Galaveranstaltung zur Preisverleihung wieder. Der Weg führte über den roten Teppich mit der Station „Gruppenfoto“ in den Festsaal.

Von links stehend: Bürgermeister Thomas Loderer, Kommandant Eduard Klas, Henrik Behrends, Sebastian Arnold, Florian Plitz, Markus Otto, Wolfgang Aumüller, Felix Geiselmann und Klaus Fischer. Davor knieend: Marc Wagner, Amanda Klas, Vorstand Klaus Ortmeier, Manuel Aulenbach, Christian Nittel und Alexander Boin.
Von links stehend: Bürgermeister Thomas Loderer, Kommandant Eduard Klas, Henrik Behrends, Sebastian Arnold, Florian Plitz, Markus Otto, Wolfgang Aumüller, Felix Geiselmann und Klaus Fischer. Davor knieend: Marc Wagner, Amanda Klas, Vorstand Klaus Ortmeier, Manuel Aulenbach, Christian Nittel und Alexander Boin.

Moderator Chris Brow führte durch den Abend, der sich aus Ansprachen, Grußworten, Showacts und dem Höhepunkt der Verleihung der Awards zusammensetzte. Ergriffen lauschten die Gäste den Schilderungen einer Führungskraft der „White Helmets“, für die Magirus an dem Abend die Patenschaft übernahm. Diese ehrenamtlichen Frauen und Männer retten in ihrer syrischen Heimat nach Bombeneinschlägen die in den zusammengebrochenen Häusern verschütteten Opfer.

In die Endausscheidung um das „Internationale Feuerwehrteam des Jahres“ kamen die Feuerwehren aus Istanbul (Türkei), Isfahan (Iran) und Rio de Janeiro (Brasilien). Die Kameraden aus Südamerika hatten während des weltberühmten Karnevals einen Großbrand in einem Einkaufszentrum zu bekämpfen.

Der Titel „Internationales Feuerwehrteam des Jahres“ ging zum zweiten Mal in Folge in die Küstenstadt am Zuckerhut.
Der Titel „Internationales Feuerwehrteam des Jahres“ ging zum zweiten Mal in Folge in die Küstenstadt am Zuckerhut.

Den Sonderpreis für besonderes soziales Engagement erhielt die Einheit Wennigloh der Feuerwehr Arnsberg. Diese Wehr führt seit einigen Jahren eine Übung mit behinderten Mitmenschen durch. Diese verbringen dort ein Ferienwochenende.

Den Sonderpreis für soziales Engagement, einen Lehrgang an der Magirus Fire Fighter Academy, erhielten die Kameraden aus Arnsberg-Wennigloh.
Den Sonderpreis für soziales Engagement, einen Lehrgang an der Magirus Fire Fighter Academy, erhielten die Kameraden aus Arnsberg-Wennigloh.

Um die Spannung bei der Bekanntgabe des „Feuerwehrteam des Jahres“ anzuheizen, wurden zuerst die drei Finalisten auf die Bühne gerufen. Somit stand fest, Ottobrunn ist nicht mehr im Rennen um den Titel. Das Feuerwehrteam Katastrophenalarm Rauschenhammermühle hatte mit dem Feuer in einem Sägewerk im Landkreis Hof einen der größten Brände Deutschlands in 2015 zu bekämpfen. Die Feuerwehr Reutlingen unterband erfolgreich die Ausbreitung des Brandes eines Holzlagerschuppens auf ein Behindertenwohnheim und ein Gasflaschenlager. Und zu dem Team aus 6 Feuerwehren aus dem Landkreis Nürnberger Land, urteilte die Jury: „Eine besonders anspruchsvolle Rettung nach einem Verkehrsunfall gelang durch gute Teamarbeit und Anwendung einer ungewöhnlichen Methode.“ Diesem Bewerber gelang es auch, in dem online-Voting die meisten Stimmen auf sich zu vereinen.

Gratulation aus Ottobrunn an die Feuerwehren Ottensoos, Rüblanden, Speikern, Reichenschwand, Neunkirchen a. Sand und Lauf a. d. Pegnitz !
Gratulation aus Ottobrunn an die Feuerwehren Ottensoos, Rüblanden, Speikern, Reichenschwand, Neunkirchen a. Sand und Lauf a. d. Pegnitz !

Rückblickend ist festzuhalten: Die Tatsache, dass die Ottobrunner Feuerwehr in den Kreis der Top10 der „Feuerwehrteams des Jahres“2015“ nominiert wurde, macht uns stolz und hat eine riesige Aufmerksamkeit auf das Feuerwehrwesen sowie dessen ehrenamtlichen und freiwilligen Helfer in der Region München geworfen. Kaum zu zählen sind die Artikel in den Tageszeitungen und Wochenblättern, die Radiointerviews und die Ausstrahlungen in lokalen Fernsehsendern. Damit hat der Conrad-Dietrich-Magirus-Preis ein sehr wichtiges Ziel erfüllt: die Arbeit der Feuerwehrleute in den Vordergrund zu stellen.